Teichel, die ehemals kleinste Stadt der DDR, hat knapp 600 Einwohner und liegt in einem malerischen Wiesental der Saale-Sandstein und Ilm-Saale-Platte. Man durchfährt den Ort, wenn man die Bundesstraße 85 von Rudolstadt nach Weimar benutzt und kann von der Hauptstraße aus das imposante, aus rotem Sandstein errichtete Rathaus betrachten.
Die Stadt Teichel ist über 900 Jahre alt und bildet seit kurzem einen Städteverbund, der sich Remda-Teichel nennt und dem 11 Orte angehören.
Mit diesem Alter kann sich natürlich die Sportgemeinschaft SG "Traktor" Teichel nicht messen. Sie wurde am 1.Mai 1946 von den Sportfreunden Herrmann Trüe, Klaus Dorstewitz und Kurt Paninka gegründet. An jenem Tag fand um 15.00 Uhr ein Fußballspiel statt: Unterteichel gegen Oberteichel. Es war mehr oder weniger eine Volksbelustigung mit unentschiedenem Ausgang, die aber ihren Zweck, endlich einen Sportverein zu bilden, voll und ganz erfüllte. Erster Vorsitzender wurde Herrmann Trüe, sein Stellvertreter war der Malermeister Willi Nehring. Kurt Paninka, 1917 geboren und immer noch ständiger Gast beim Fußball in Teichel, obwohl in Apolda wohnend, erinnert sich, wie schwer es war, in dem engen Tal eine geeignete Spielfläche zu finden. Viele Einwohner halfen bei den umfangreichen Erdarbeiten.
Nach ersten Freundschaftsspielen erfolgte 1947/48 die Einstufung in die zweite Kreisklasse, schon ein Jahr später schaffte man den Aufstieg in die erste Kreisklasse.
Der erste Kreismeistertitel ist vom Jahre 1960 belegt. So weit zum Kapitel I der Vereinsgeschichte, dem älteren Teil.
Was brachten die späteren Jahre? Im Telegrammstil: