René Röder im Gespräch mit Trainer Rudolph

René Rudolph: „Wenn man mit dem Pokal zur Feier kommt, ist der Ärger davor fast verflogen“

Weimar :Teichels Trainer über den Pokaltriumph, den Termin-Ärger mit dem Verband und warum er mit seinem Team dann doch.  in Weimar antrat.

Von René Röder

René Rudolph ist seit drei Jahren Trainer bei Traktor Teichel. 2023 kam er ausgerechnet vom Finalgegner FSV 1928 Gräfinau-Angstedt, wo er zuvor seine Spielerkarriere beenden musste. Der 40-Jährige fand nahe seiner Heimat Rudolstadt den Einstieg ins Trainergeschäft – und hat diesen Schritt nie bereut. Viele Jahre spielte er für Einheit Rudolstadt, auch in der Oberliga. Nach dem ersten Kreispokalsieg der Traktor Teichels, passend zum 80-jährigen Jubiläum, sprach er über ein dramatisches Finale, Diskussionen im Vorfeld und die Perspektiven seines Teams.

Glückwunsch zum Pokalsieg! Fünf Minuten vor Schluss lag Ihr Team noch zurück – hatten Sie da noch an die Wende geglaubt?

Danke! Die Jungs haben immer daran geglaubt, zumindest noch die Verlängerung zu erreichen. In der Pause habe ich ihnen gesagt, dass noch alles möglich ist – und sie haben das angenommen.

Am Ende wirkte Ihr Team deutlich frischer.

Wir sind konditionell gut drauf, das hat sich schon in den letzten Wochen gezeigt. Gerade in der Schlussphase hatten wir einfach mehr Kraft. Und unsere Wechsel haben auch noch einmal richtig Schwung gebracht.

 

Trotzdem mussten Sie Ihre Mannschaft im Offensivdrang sogar etwas bremsen.

 

Genau. Wir mussten aufpassen, nicht zu offensiv zu werden. Wenn du da zu viel Risiko gehst, läufst du schnell in einen Konter.

Wie bewerten Sie die strittige Szene um einen nicht gegebenen Elfmeter für Gräfinau-Angstedt?

Das war so eine klassische 50:50-Situation. Wenn der Schiri pfeift, ist es okay – wenn nicht, auch. Aber eigentlich hätte Gräfinau-Angstedt vorher, kurz nach Wiederanpfiff, das 2:0 machen müssen, dann wäre das Spiel durch gewesen.

Stattdessen kam Ihr Endspurt.

Der war natürlich beeindruckend. Für uns überragend, für Gräfinau bitter. Ich kenne viele Spieler noch gut und weiß, wie weh so eine Niederlage tut – gerade wenn man so kurz vor Schluss noch führt.

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Veröffentlichung

Sa, 02. Mai 2026

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