Pokalüberraschung in Teichel
P Spannender Pokalfight im Dauerregen
Traktor Teichel – Chemie Kahla 3:2 (1:1)
Auf dem von St. Kämmer top präparierten Rasen versteckten sich die Gastgeber von Beginn an nicht. Gegen den in den Pflichtspielen noch ungeschlagenen Kontrahenten aus der Landesklasse konnte man die Partie in der Waage halten und ließ, selbst in die Offensive gehend, Chemie kaum gute Möglichkeiten. Als Häußer sich rechts stark durchgesetzt hatte, behielt er die Übersicht und legte ins Zentrum auf Crezelius ab, der aus ca. 7 m vollenden konnte: 1:0 in der 20. Minute. Doch dann zeigte Kahla, dass man es auch kann. Einem Teichler Ballverlust im Mittelfeld folgte die weite Kahlaer Flanke. Der richtig in den Ball gelaufene Bammler konnte den Ausgleich markieren (24.). Dann lenkte Chemies Keeper Apel stark eine Häußer Granate zur Ecke. In deren Anschluss ballerte Staskewitsch von links außen knapp drüber. Weitere Angriffsaktionen der Dohlensteiner brachten noch nicht die große Gefahr. Kurz vor der Pause Strafstoßpfiff des sehr konsequent leitenden Schiedsrichters Peter. Teichels agiler Angreifer Crezelius war gelegt worden. Zum Entsetzen aller Gornitztaler schoss Häußer daneben. Der befürchtete moralische Absturz der Gastgeber trat damit aber nicht ein. Im Gegenteil. Kurz nach Wiederbeginn staubte Routinier Langhammer zur 2:1 Führung der Traktoristen ab. Im Gegenzug musste Traktor Schlussmann Kaßner bei einem Flachschuss gut reagieren. Nach 52 Minuten war Kahla nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. Tänzer hatte Gelb-Rot gesehen. Schon 60 Sekunden später hing der Ausgleich in der Luft. Nach einem Pressschlag des Keepers rollte die Kuller aber am Teicheler Tor vorbei. Eine weitere Chance entging den Chemikern, als Starkloff aus 16 m zentral mit seinem Freistoß daneben zielte. Schließlich kam der Gast doch zum Ausgleich (79.). Weiter Ball, einlaufen, vor dem Gegenspieler an der Kugel und einnetzen, so war der Ablauf von Dillers Aktion. Allmählich wollte man sich schon mit einer Verlängerung abfinden, die wohl allerdings in Dämmerlicht gefallen wäre. Da erlöste der eingewechselte Hörcher die Teicheler. Sein Schuss schlug zum 3:2 ein (88.). Schließlich musste TW Kaßner noch eine Granate der Gäste per Faustabwehr entschärfen (90+4). Dann waren alle Bemühungen des Favoriten, doch noch in die Verlängerung zu gelangen, vorüber. Teichel hatte seine Pokalüberraschung vor 150 Zuschauern im Koffer. P. Zien
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