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Erneut eine Niederlage

12.11.2022

                           Sonnabend, den 12.11.22, 14.00 Uhr

                  Grün-Weiß Stadtroda – Traktor Teichel 3:0 (0:0)

In der ersten Halbzeit konnten die Traktoristen die Vorgaben ihrer Trainer noch umsetzen. Man hielt Ordnung in den Ketten und versuchte, sich nach vorn zu kombinieren. Die Gästeelf hatte mehr vom Spiel. Das führte zu einigen guten Offensivaktionen, aber von Großchancen konnte  man auch nicht sprechen. Nennenswert ist dabei ein Freistoß von Staskewitsch, dessen Versuch aber am langen Pfosten vorbei zischte. Dann hatte Arper Dörfler gut in Szene gesetzt. Dessen Flanke war jedoch nicht präzise genug, um die Mitspieler im Zentrum zu erreichen. Verheißungsvoll auch die Aktion von Breuker, der eine hohe Eingabe auf Trinkler spielte. Der Kopfball verfehlte das Ziel, ging drüber. So hatte man aus dem anteilig größeren Ballbesitz einfach zu wenig Zwingendes, geschweige denn einen Treffer, erreicht. Dabei musste man diesmal seitens der Traktoristen nicht über Kaderprobleme klagen, denn die Aufstellung klang verheißungsvoll und die Vorgaben des Trainertrios sind klar und deutlich gewesen. Es roch ja bis zur Halbzeit auch nach dem angestrebten Punktgewinn. Doch nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte schien alles wieder vergeben. Binnen zwei Minuten stellten die Stadtrodaer  (50., 52.), die bis dahin nicht unbedingt wie Hausherren agierten, die Weichen auf Sieg. Keine fünf Minuten waren gespielt, da lag die Kugel das erste Mal im Kasten von Teichels Schlussmann Rößlers. Eckstoß, Kopfball, Tor durch Klinger. Dieser Treffer  war kaum gefallen, da ertönte schon wieder der Torpfiff. Traktor verlor im Vorwärtsgang das Leder. Balleroberung von Grün-Weiß, Diagonalpass in die Schnittstelle – und erneut ein Treffer für die Gastgeber durch Richter. Spätestens ab diesem Moment verlor Teichel seine spielerische Linie, gab zusehends die Ordnung auf, die unter anderem darauf verwiesen hatte, den Abstand zwischen den Ketten gering zu halten und in denselben diszipliniert zu agieren. Infolge des Aufgebens der vorgegebenen Linie lief man erneut ins Unglück. Der dritte Treffer glich dem zweiten. Erneuter Ballverlust im Vorwärtsgang, Schnittstelle angespielt und Torwart Rößler keine Chance gelassen, denn er stand schließlich dem Schützen Klinger allein gegenüber. So hatte man binnen einer Viertelstunde alles verspielt – und das gegen einen Gegner, der auch durchaus nicht Bäume entwurzelte, aber unheimlich effektiv gewesen ist. Die zahlenmäßige Überlegenheit nach Gelb-Rot für Klinger (74.)  konnte  nicht genutzt werden, weil wenig später Trinkler verletzt ausfiel und Traktor sein Wechselkontingent ausgeschöpft hatte. In Anbetracht der klaren Vorgaben und eines positiven Herangehens sagte Kapitän Dörfler:“Man kann nicht erwarten, dass das Trainertrio den Bock umstößt. Der unbedingte Wille und die Leidenschaft scheinen uns gefehlt zu haben. Den Bock muss die Mannschaft umstoßen.“

Peter Zien