Sensationelle erste Halbzeit
Traktor Teichel – Schöndorfer SV 9:0 (8:0)
Haase mit Hat-Trick, Amthor trifft viermal
Flüssige Kombinationen, Chancen kreiren und die meisten davon verwerten – das ist doch ein Fußballertraum. Diesen konnten sich die Teicheler zumindest in der ersten Halbzeit erfüllen, denn es ging mit einem 8:0 in die Kabinen. In der 2. Minute eröffnete Amthor den Torreigen, als er die Situation im Gästestrafraum am schnellsten erkannte und einschob. Dann kam die Zeit von Routinier Haase. Erst verwandelte er, von rechts kommend, mit sehenswertem Schuss ins lange Eck (12.).Nur 120 Sekunden später traf er aus dem Zentrum, nachdem Jaksch mit schnell ausgeführtem Freistoß und Amthor mit starker Eingabe vorbereitet hatten (14.). Den lupenreinen Hat-Trick vollendete der Routinier nach langem Pass von Jaksch (20) ganz überlegt. Schließlich war wieder Amthor an der Reihe. Er markierte das 5:0 nach maßgerechter Eingabe von Kluge (23.). Fünf Minuten später setzte er die Kugel per Kopf nach Vinars Musterflanke zum 6:0 ins Netz. Nach Haases Eckstoß war Wolf im Pech, weil sein Kopfball knapp drüber strich. Doch unmittelbar danach hatten die Schöndorfer kein Glück, weil ein Versuch von Rezai am Pfosten landete. Der Treffer des Tages ging an Staskewitsch, welcher eine Flanke von Haase volley von rechts in die Kiste zimmerte (7:0, 35.). Kurz darauf belohnte sich Kluge für seinen Einsatz mit dem Tor zum 8:0, als er aus relativ spitzem Winkel traf (38.). So hoch hatte noch kein Teicheler Herrenteam in der Halbzeit geführt! Dass es in Hälfte zwei wohl nicht so weitergehen würde, war zu befürchten. Zwar zielte Kluge in der 47. Minute genau aufs Dreiangel, aber Torwart Knull parierte großartig. Dann ärgerte sich Kluge selbst, als ihm eine Topmöglichkeit aus Nahdistanz entging. Doch Traktor konnte wieder jubeln, weil Amthor Haases Freistoß per Kopfball einnetzte (9:0,57.). Die Schöndorfer Antwort zeugte wieder von Pech, denn Rezais Schuss krachte an den Pfosten. So blieb der für Markert eingesprungene Torwart Kevin Dörnfeld ohne Gegentreffer. Wo sich Gefahr andeutete, war er ohnehin in gewohnter Manier zur Stelle. Der für den urlaubenden Trainer René Rudolph coachende Patrick Reichmann bemängelte, dass man in der zweiten Hälfte zu tief stand und das geschlossene Vorgehen vermissen ließ. Andererseits hatten sich wohl die Gäste vom Halbzeit-eins-Schock erholt, gingen konsequenter in die Zweikämpfe und gaben nicht mehr so viel Raum frei.
P.Zien