Kreispokal Mittelthüringen; Samstag, den 19. Okt. 24
Raus – ohne Applaus
Fortuna Großschwabhausen – Traktor Teichel 3:2 (1:0)
Die Anfangsphase ließ nicht vermuten, was noch auf die Gäste zukommt. Da wurde Wolfs verheißungsvoller Schuss abgefälscht, Staskewitschs Kopfball nach Haase-Eckstoß strich knapp vorbei, Haase schoss aus 15 m drüber und A. Crezelius konnte nach tollem Solo den gut reagierenden Keeper Hartung nicht überwinden. Andere Offensivaktionen fanden oft im Pfiff des Schiedsrichters auf Zeichen eines wohl überforderten Assistenten wegen angeblichen Abseitsstellungen ihr Ende. Nichtsdestotrotz: Aus den Gelegenheiten musst du mehr machen. Fortuna beschränkte sich auf Konter. Ohne großes Mittelfeldspiel ging es mit weiten Schlägen auf die schnellen Müller und Seiler nach vorn. Kurz nachdem Scheunemann per Kopf den Teicheler Kasten verfehlt hatte, schlug es durch Seiler nach Kopfballverlängerung im Ergebnis eines Eckballs doch ein: 1:0 (41.). In der zweiten Hälfte wurde es kurios: Drei Tore binnen vier Minuten! Erst konnte Staskewitsch nach ganz grobem Foul an Nurali per Strafstoß ausgleichen (51.). Im Gegenzug sofort die erneute Führung der Platzherren: Klasse Flanke von rechts, Direktabnahme von Scheunemann aus Nahdistanz: 2:1 (53.). Wieder war die an diesem Tag so wackelige Abwehr ausgespielt. Vom Anstoß weg der erneute Ausgleich für Teichel: Schöner Pass von Jaksch in die Tiefe, Vinar erlief diesen und setzte den Heber in den Kasten (2:2). Danach eine Freistoßserie der Traktoristen, denn die Gastgeber setzten sich recht robust zur Wehr. Zweimaliges Wuhling im Fortuna-Strafraum, aber kein Ergebnis. So landete ein Abwehrschlag beim schnellen Müller, der seinem Teicheler Bewacher davon zog und die Kuller aus halbrechter Position ins lange Eck jagte: 3:2 in der Nachspielzeit und grenzenloser verständlicher Jubel. Man hatte den Favoriten besiegt, dieser war an diesem Tag aber ganz weit von seinen Möglichkeiten entfernt. Allerdings fehlten mit Reichmann, Dörfler, Amthor, Werschowetz, N. u. F. Crezelius, C. und Winzer einige aus der Stammelf und der Kämpfertyp Breuker schied frühzeitig verletzt aus. Dennoch hätte auch diese Elf bei normaler Leistung gegen den derzeitigen Siebten der Kreisliga weiterkommen können.
P. Zien