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Auch in Weimar nichts zu holen

20.11.2022

                          Sonnabend, den 19.11., 14.00 Uhr, Landesklasse 1

                            SC 03 Weimar – Traktor Teichel 4:0 (0:0)

Parallelen zum letzten Match waren beim vierten Teicheler Auswärtsspiel hintereinander  unverkennbar. Gegen den Topfavoriten und derzeitigen Tabellendritten konnte man eine Stunde gut mithalten und schien dem Ziel nahe, vielleicht ein Pünktchen mitzunehmen. Die Traktoristen arbeiteten gut, blieben ordentlich gestaffelt und machten so den Goethestädtern zunächst einiges Kopfzerbrechen. Diese kamen nicht zu großen Gelegenheiten, was ja auch erst einmal das Hauptziel gewesen ist. So konstatierte Trainer Ronald Ring:“Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt.“Allerdings gelang es unsererseits nicht, die SC-Abwehr zu knacken. Da fehlte es an Überraschungsmomenten. Nennenswerte Offensivaktionen seitens der Gäste waren allenfalls ein Schuss von Dörfler, den ein Weimarer Spieler zum Eckball abblockte. Ein Distanzversuch von Häußer ging über den Kasten. Ansonsten blieb man vor der eigentlichen Gefahrenzone stecken, weil auch die 03-er Defensive gut gestanden hat. Ein ähnliches Bild bot der Start in Hälfte zwei und die Teicheler Hoffnung lebte noch. Doch dann, nach einer knappen Stunde,  kam der Knackpunkt der Partie. Durch einen Ballverlustes der Gäste in der Vorwärtsbewegung kamen die Platzherren zu einem Einwurf, in dessen Folge  Weimars Franz aus relativ spitzem Winkel das 1:0 erzielen konnte. Damit hat er das derzeitige Teicheler Problem wieder aufkeimen lassen: Die Moral scheint zu sinken. Die Weimarer indes nahmen den Schwung des 1:0 mit und erhöhten in der 72. Minute durch  Calenius auf 2:0. Zwei Treffer in den Schlussminuten, beide aus Standards erzielt, -einmal nach Ecke, einmal nach Freistoß und Nachschuss -, schraubten das Resultat wieder in eine unangemessene Höhe. Die Tore fielen beide in der Nachspielzeit (90.+1, 90.+3)! Die Niederlage war, sieht man den Gesamtverlauf, wohl doch zu hoch. Aber das interessiert die Tabelle gar nicht. Überlassen wir den Schlusskommentar einem der Trainer, R. Ring:“ Trotz der schwachen Serie sind wir vom Potential der Mannschaft überzeugt. Das Niveau ist da, du brauchst einfach wieder einmal ein Erfolgserlebnis.  Es muss uns gelingen, nicht immer nur eine gute Halbzeit abzuliefern.“  Und er verweist auf ein weiteres Problem: Die Bank ist zu dünn besetzt, um mit frischen Kräften neuen Schwung in ein Spiel zu bringen. Ergänzung des Verfassers: Die Gastgeber konnten das Kontingent voll ausschöpfen.